Barthaartransplantation: Ablauf und Ergebnis
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General
22 August 2026
5 Min. Lesezeit

Barthaartransplantation: Ablauf und Ergebnis

Bei einer Barthaartransplantation werden Haarwurzeln vom Hinterkopf in den Bartbereich verpflanzt. Sie wachsen dort dauerhaft weiter und lassen sich rasieren wie natürliches Barthaar. Typische Anlässe sind Lücken, ein schwacher Wangenansatz oder Narben nach Verletzungen.

Woher kommen die Grafts?

Aus dem Hinterkopf, wie bei jeder Verpflanzung. Die Haare behalten ihre ursprüngliche Struktur, passen sich in Farbe und Wuchsrichtung aber gut ein, wenn die Winkel sorgfältig geplant werden. Der Ablauf entspricht der Barthaartransplantation in unserer Praxis.

Wie viele Grafts sind nötig?

Für die Wangenpartie beidseits meist 800 bis 1.500, für einen Kinnbart 600 bis 1.200, für einzelne Lücken deutlich weniger. Die Zahl hängt von der gewünschten Dichte und der Fläche ab und wird bei der Untersuchung festgelegt.

Wie läuft der Eingriff ab?

Örtliche Betäubung, Entnahme, dann das Setzen der Grafts in sehr flachem Winkel. Der Winkel ist im Gesicht kritischer als am Kopf: Barthaar wächst fast anliegend, ein zu steil gesetztes Haar fällt sofort auf. Die Sitzung dauert je nach Umfang vier bis sieben Stunden.

Wann sieht man das Ergebnis?

Die verpflanzten Haare fallen nach zwei bis vier Wochen zunächst aus. Neues Wachstum beginnt nach etwa drei bis vier Monaten, das endgültige Bild zeigt sich nach neun bis zwölf Monaten. Vorher lässt sich die Dichte nicht abschließend beurteilen.

Kann ich danach normal rasieren?

Ja, in der Regel nach etwa zehn bis vierzehn Tagen wieder vorsichtig und nach vier Wochen ohne Einschränkung. Die verpflanzten Haare wachsen lebenslang weiter und müssen wie der übrige Bart gepflegt werden.

Welche Ausfallzeit muss ich einplanen?

Kleine Krusten im Gesicht sind sieben bis zehn Tage sichtbar, eine leichte Schwellung ein bis drei Tage. Da der Bereich im Gesicht liegt, ist der Eingriff schlechter zu kaschieren als am Kopf.

Geht das auch bei Narben?

Häufig ja. Narbengewebe ist schlechter durchblutet, deshalb wird konservativer gesetzt und teilweise in zwei Sitzungen gearbeitet. Wie das im Detail geplant wird, steht bei der Haartransplantation bei Narben.

Welche Risiken bestehen?

Schwellung, vorübergehende Gefühlsminderung und selten eingewachsene Haare. Wie überall gilt: Ein bestimmtes Ergebnis lässt sich nicht zusichern, wohl aber ein sorgfältig geplanter Eingriff.

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