FUE und DHI sind keine Gegensätze. Beide entnehmen die Haarwurzeln einzeln aus dem Hinterkopf. Der Unterschied beginnt erst beim Einsetzen: Bei der FUE werden zuerst Kanäle geöffnet und die Grafts danach eingelegt, bei DHI übernimmt ein Stiftimplanter beides in einem Schritt.
Wie läuft die FUE ab?
Nach der Entnahme öffnet der Behandler die Empfängerkanäle in der geplanten Dichte, Richtung und Neigung. Anschließend werden die Grafts eingesetzt. Weil Kanalanlage und Einsetzen getrennt sind, lässt sich die Verteilung über eine große Fläche sehr gleichmäßig steuern. Mehr dazu auf der Seite zur FUE-Haartransplantation.
Was macht DHI anders?
Der Implanter führt das Graft durch eine feine Hohlnadel direkt ins Gewebe. Ein separater Kanal entfällt, die Wurzel verbringt weniger Zeit außerhalb des Körpers. Das ist vor allem dort ein Vorteil, wo sehr eng und sehr präzise gearbeitet wird. Details stehen auf der Seite zur DHI-Haartransplantation.
Ist FUE oder DHI besser?
Die Frage FUE oder DHI lässt sich nicht pauschal beantworten – keine von beiden ist grundsätzlich überlegen. DHI spielt seine Stärken an der Haarlinie, bei Verdichtungen zwischen bestehendem Haar und in kleinen Arealen aus. FUE ist bei großen Flächen effizienter, weil in gleicher Zeit mehr Grafts gesetzt werden können.
Kann man beides kombinieren?
Ja, und in der Praxis ist das häufig die beste Lösung: die vorderste Reihe mit dem Implanter für einen weichen Übergang, die dahinterliegende Fläche klassisch. Entscheidend ist nicht das Kürzel im Angebot, sondern wer die Kanäle plant.
Muss ich mir für DHI die Haare rasieren?
Der Empfängerbereich meist nicht, der Spenderbereich in der Regel schon. Wenn beides ungeschoren bleiben soll, ist die unrasierte Haartransplantation das passende Verfahren – sie ist aufwendiger und deshalb in der Graftzahl begrenzt.
Unterscheidet sich die Heilung?
Kaum. In beiden Fällen bilden sich kleine Krusten, die innerhalb von etwa zehn Tagen abfallen. Rötung und Schwellung fallen individuell verschieden aus und hängen mehr vom Umfang des Eingriffs ab als von der Technik.
Warum kostet DHI oft mehr?
Weil es zeitintensiver ist und die Implanterspitzen Verbrauchsmaterial sind. Bei großen Flächen steigt der Aufwand überproportional. Wir sagen offen, wenn der Aufpreis in Ihrem Fall keinen Zusatznutzen bringt.
Woran erkenne ich eine gute Planung?
Daran, dass über Haarlinie, Spenderkapazität und den Verlauf der nächsten zehn Jahre gesprochen wird – nicht nur über die Technik. Die Methode ist Werkzeug, nicht Ergebnis.
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