PRP-Eigenbluttherapie bei Haarausfall
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General
22 August 2026
5 Min. Lesezeit

PRP-Eigenbluttherapie bei Haarausfall

Bei der PRP-Eigenbluttherapie wird patienteneigenes Blut zentrifugiert und der thrombozytenreiche Anteil in die Kopfhaut injiziert. Ziel ist, vorhandene, aber geschwächte Haarwurzeln zu stabilisieren. Verlorenes Haar bringt das Verfahren nicht zurück.

Wie läuft eine Sitzung ab?

Blutentnahme wie beim Hausarzt, Aufbereitung in der Zentrifuge, dann feine Injektionen in die betroffenen Areale. Der Termin dauert etwa 45 Minuten. Der genaue Ablauf steht auf der Seite zur PRP-Eigenbluttherapie.

Wie viele Sitzungen sind nötig?

Üblich sind drei bis vier Sitzungen im Abstand von vier Wochen, danach eine Auffrischung etwa alle sechs Monate. Ohne Auffrischung lässt der Effekt nach – das gehört zur ehrlichen Aufklärung dazu.

Was sagt die Studienlage?

Es gibt mehrere kontrollierte Studien mit positiven Ergebnissen bei erblich bedingtem Haarausfall, aber unterschiedliche Aufbereitungsprotokolle und kleine Fallzahlen. Der Effekt ist real, aber moderat. Wer eine Verdopplung der Dichte erwartet, wird enttäuscht.

Für wen eignet sich PRP?

Für frühe Stadien mit noch vorhandenem, dünner werdendem Haar, bei diffusem Verlust und begleitend nach einer Verpflanzung. Bei komplett kahler Fläche gibt es nichts zu stabilisieren – dort führt nur eine Verpflanzung zum Ziel.

Kann ich PRP nach einer Haartransplantation machen?

Ja, das ist eine häufige Kombination. Sie kann die Erholungsphase unterstützen und das umliegende Eigenhaar schützen, das durch den Eingriff vorübergehend belastet wird.

Gibt es Nebenwirkungen?

Da körpereigenes Material verwendet wird, sind allergische Reaktionen praktisch ausgeschlossen. Üblich sind Druckgefühl, leichte Rötung und selten kleine Blutergüsse für ein bis zwei Tage.

Was unterscheidet PRP von der Mesotherapie?

PRP nutzt körpereigene Wachstumsfaktoren, die Haarmesotherapie zugeführte Wirkstoffe wie Vitamine und Spurenelemente. Beide werden injiziert, beide brauchen mehrere Sitzungen, und beide ersetzen keine Diagnostik.

Wann raten wir davon ab?

Bei Gerinnungsstörungen, unter bestimmten Medikamenten und wenn die Ursache des Haarausfalls ungeklärt ist. Zuerst wird untersucht, dann behandelt.

Was kostet eine Behandlungsserie?

Abgerechnet wird pro Sitzung. Rechnen Sie im ersten Jahr mit drei bis vier Sitzungen plus einer Auffrischung. Wer die Serie nach der ersten Sitzung abbricht, hat weder eine Wirkung erzielt noch etwas gespart.

Muss ich etwas vorbereiten?

Kommen Sie ausreichend getrunken zum Termin, das erleichtert die Blutentnahme. Blutverdünner nur nach Rücksprache pausieren. Am Behandlungstag keine Stylingprodukte auf der Kopfhaut.

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