Haartransplantation bei Frauen in Oer-Erkenschwick
Frauen verlieren Haar meist diffus über den Mittelscheitel und nicht in Form von Geheimratsecken. Deshalb steht bei ihnen die Diagnostik am Anfang: Ist der Spenderbereich am Hinterkopf ebenfalls betroffen, bringt eine Verpflanzung nicht das erhoffte Ergebnis.
Welche Ursachen werden zuerst geprüft?
Eisenmangel, Schilddrüsenstörungen, hormonelle Umstellungen nach Schwangerschaft oder in den Wechseljahren, Medikamente und Stressphasen. Wird die Ursache behandelt, erholt sich das Haar häufig von selbst.
Wann ist eine Verpflanzung sinnvoll?
Bei einer zurückweichenden Stirn-Haar-Linie, nach Zugbelastung durch straffe Frisuren, bei Narben nach Operationen und bei stabilem, klar begrenztem Verlust mit gesundem Spenderbereich.
Wann raten wir ab?
Bei diffusem Verlust über den gesamten Kopf, bei aktiver entzündlicher Erkrankung der Kopfhaut und bei ungeklärter Ursache. Ein Eingriff würde vorhandenes Haar belasten, ohne das Grundproblem zu lösen.
Muss ich mir die Haare rasieren?
Meist nicht vollständig. Häufig genügt ein schmaler Streifen im Spenderbereich, den das darüberliegende Haar verdeckt. Alternativ kommt die unrasierte Technik infrage.
Wie natürlich wirkt die neue Haarlinie?
Eine weibliche Haarlinie ist runder, tiefer und weicher begrenzt als eine männliche. Die vorderste Reihe wird ausschließlich mit Einzelhaaren und bewusst unregelmäßig gesetzt.
Welche nicht-operativen Möglichkeiten gibt es?
Bei diffusem Verlust können PRP und Haarmesotherapie vorhandenes Haar stabilisieren. Sie ersetzen keine Verpflanzung, sind aber oft der sinnvollere erste Schritt.
Wie lange dauert es bis zum Ergebnis?
Ausfall in den ersten Wochen, Wachstum ab dem dritten bis vierten Monat, endgültiges Bild nach neun bis zwölf Monaten.
Wie beginnen wir?
Mit Anamnese, Trichoskopie und – wo nötig – Blutwerten. Das ist Inhalt der Haaranalyse und Beratung.
Wie läuft der Behandlungstag ab?
Anzeichnen der Linie, örtliche Betäubung, Entnahme aus dem Hinterkopf, Sortierung der Grafts und anschließend das Setzen. Je nach Graftzahl dauert das sechs bis neun Stunden inklusive Pausen. Sie sind währenddessen wach und ansprechbar.
Was ist bei der Nachsorge zu beachten?
Langes Haar erschwert das Waschen etwas, weil das Areal beim Trocknen und Kämmen geschont werden muss. Färben frühestens nach vier Wochen. Sie erhalten eine schriftliche Anleitung und einen Kontrolltermin nach zehn Tagen.