PRP-Eigenbluttherapie in Oer-Erkenschwick
Bei der PRP-Eigenbluttherapie wird patienteneigenes Blut zentrifugiert und der thrombozytenreiche Anteil in die Kopfhaut injiziert. Ziel ist, vorhandene, aber geschwächte Haarwurzeln zu stabilisieren. Verlorenes Haar bringt das Verfahren nicht zurück.
Wie läuft eine Sitzung ab?
Blutentnahme, Aufbereitung in der Zentrifuge, dann feine Injektionen in die betroffenen Areale. Der Termin dauert etwa 45 Minuten und kommt ohne Ausfallzeit aus.
Wie viele Sitzungen sind nötig?
Üblich sind drei bis vier Sitzungen im Abstand von vier Wochen, danach eine Auffrischung etwa alle sechs Monate. Ohne Auffrischung lässt der Effekt nach – das gehört zur ehrlichen Aufklärung.
Was sagt die Studienlage?
Es gibt mehrere kontrollierte Studien mit positiven Ergebnissen bei erblich bedingtem Haarausfall, aber unterschiedliche Aufbereitungsprotokolle und kleine Fallzahlen. Der Effekt ist real, aber moderat.
Für wen eignet sich PRP?
Für frühe Stadien mit noch vorhandenem, dünner werdendem Haar, bei diffusem Verlust und begleitend nach einer Verpflanzung. Auf kahler Fläche gibt es nichts zu stabilisieren.
Kann ich PRP nach einer Haartransplantation machen?
Ja, das ist eine häufige Kombination. Sie kann die Erholungsphase unterstützen und das umliegende Eigenhaar schützen, das durch den Eingriff vorübergehend belastet wird.
Gibt es Nebenwirkungen?
Da körpereigenes Material verwendet wird, sind allergische Reaktionen praktisch ausgeschlossen. Üblich sind Druckgefühl, leichte Rötung und selten kleine Blutergüsse für ein bis zwei Tage.
Was unterscheidet PRP von der Mesotherapie?
PRP nutzt körpereigene Wachstumsfaktoren, die Haarmesotherapie zugeführte Wirkstoffe. Beide werden injiziert und brauchen mehrere Sitzungen.
Wann raten wir ab?
Bei Gerinnungsstörungen, unter bestimmten Medikamenten und bei ungeklärter Ursache. Zuerst wird untersucht – siehe Haaranalyse und Beratung.
Wie schnell sehe ich eine Veränderung?
Frühestens nach drei bis vier Monaten, beurteilbar nach etwa sechs. Der Effekt zeigt sich meist zuerst daran, dass weniger Haare ausfallen, und erst später an einer sichtbar besseren Dichte.
Wie dokumentieren wir den Verlauf?
Mit standardisierten Fotos und Trichoskopie vor Beginn und nach der dritten Sitzung. Ohne Ausgangsmessung lässt sich später nicht sagen, ob sich etwas verändert hat – der tägliche Blick in den Spiegel ist dafür kein Maßstab.